Von der Milch zum Käse

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Seit dem Schuljahr 2003/04 bestehen enge Beziehungen zwischen dem Lycée d’Hôtellerie de Bazeilles (Frankreich) und der Höheren Lehranstalt für Tourismus Bad Leonfelden. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde ein Comenius Fremdsprachenprojekt zum Thema „Käse und Käseerzeugung“ gestartet.

12 Schüler/innen des 3. Jahrgangs a befassten sich in ihrer Freizeit, von Schulbeginn bis Jänner und unter fachlicher Anleitung von FL. Ippoldt und FOL. Wimmer mit den 8 großen französischen und den österreichischen Käsefamilien. Als Vorarbeit zum Schüleraustausch wurden französische und deutsche Beschreibungen der 24 wichtigsten Käsesorten in Frankreich und Österreich erstellt und von den Schülern in die jeweilige Fremdsprache übersetzt.

Vom 19. Februar bis 4.März 2005 (14 Tage Auslandsaufenthalt ist bei EU-projekten vorgeschrieben) fuhren die Baletour-Schüler/innen nach Frankreich um vor Ort theoretisches Wissen in praktisches Know-how umsetzen zu können. Auf dem Programm standen Käseverkostungen, ein Praxistag an dem gemeinsam ein österreichisches Käsemenü für 80 geladene Gäste gekocht und serviert wurde, die Besichtigung der Champagnerkellerei Mumm (denn Käse und Champagner sind zwar in Österreich nicht üblich, haben aber in Frankreich bereits einige Liebhaber gefunden), Exkursionen zu Biokäsereien und Bauernhöfen sowie die Besichtigung des Marktes von Nancy mit einem Maître-fromagier.
Die zweite Austauschphase begann am 6. und endete am 19. März und zwar waren nun die französischen Schüler/innen zu Gast in Bad Leonfelden. Genauso wie in Frankreich lernten nun die jungen Austauschpartner die österreichische Käselandschaft kennen. Sie hatten auch Käseverkostungen von Schärdinger, Besichtigungen von Käsebetrieben, ein Käseseminar in Schleedorf, Exkursionen nach Retz zu den Käsegenießern. Auch in Österreich wurde gemeinsam ein Käsemenü gekocht und dann verzehrt.
Es muss festgestellt werden, dass derartige Projekte zwar den täglichen Schulablauf durch- einander bringen, jedoch die Motivation der Schüler/innen und die Sinnhaftigkeit des Fremdsprachenlernens wesentlich fördern. In Zeiten von PISA, des Differenzierens und Individualisierens von Lerninhalten, ein hervorragendes Lehrbeispiel. Abschließend möchte ich als Projektbetreuerin den Sponsoren: den Eltern, der Nationalagentur Sokrates, dem Land OÖ und dem Verein der Schulsponsoren OÖ aufrichtig danken, denn ohne ihre finanzielle Unterstützung, wäre ein derartiges Projekt für einzelne Schüler/innen nicht finanzierbar gewesen.

Mag. Romana Bauer

 

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